Jahresthema 1700 Jahre Judentum in Deutschland


Aus dem Dezember des Jahres 321 datiert ein konstantinisches Edikt, das jüdischen Bürgern der römischen Colonia Agrippina (Köln) das Recht verleiht, Ämter in der Verwaltung der Stadt zu übernehmen. Dieser älteste urkundliche Beleg ist Anlass, um im Jahr 2021 bundesweit die Geschichte des Judentums in Deutschland zu erinnern. Hier finden Sie die Veranstaltungen zum Thema bei uns im Kirchenbezirk und die Plakataktion  „# beziehungsweise: jüdisch und christlich- näher als du denkst“ .

Hier der Flyer mit dem Jahresprogramm aus unserem Kirchenbezirk

Plakataktion: beziehungsweise April „Umkehren zum Leben“

Eine jüdische Stimme zum Aprilthema Umkehr beziehungsweise Antisemitismus ist Sünde

„Antisemitismus hatte und hat mörderische Folgen, und selbst seine „milderen“ Varianten vergiften das Leben. Die religiös, rassisch oder politisch begründete Abwertung des Judentums fordert die jüdische Gemeinschaft zu allen Zeiten zu Antworten heraus. Manche Jüdinnen und Juden versuchten den Demütigungen zu entgehen, indem sie möglichst wenig als solche erkennbar sind und sich an die Umgebung assimilieren. Am anderen Ende des Spektrums finden sich jene, die diese Bemühungen als aussichtslos verwarfen und die Errichtung eines eigenen Gemeinwesens erstrebten, in dem Judenhass keine Chance mehr haben würde.
Jüdische Gegenwehr äußerte sich auch in vielfältigen Formen von Aufklärung, Apologetik und Entkräftung antisemitischer Anwürfe. Der Verunsicherung von außen wurde Stolz auf die eigene Kultur, Religion und Geschichte entgegengesetzt. Nur wenige ließen sich beeindrucken von christlichen Missionierungsversuchen, gleich ob sie als Zwang oder in vermeintlicher Liebe vorgetragen wurden.“   – Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg


Die komplette Reihe finden Sie unter  www.juedisch-beziehrungweise-christlich.de

 

 

 

Plakataktion: beziehungsweise März „Frei von Sklaverei und Tod“

Eine jüdische Stimme zum Märzthema:

Pessach feiert den Auszug Israels aus der Sklaverei Ägyptens. In Erinnerung an diesen Befreiungsakt Gottes wird eine Woche lang ein Fest begangen, das bei religiösen wie bei säkularen Juden so tief verankert ist wie wohl kein anderer jüdischer Feiertag. Während der Pessachwoche werden alle Getreideprodukte aus dem Haushalt verbannt und an deren Stelle das „Ungesäuerte Brot“, die Matzah, und aus Matzemehl hergestellte Teigwaren gegessen.
Ein zentrales Gebot des Festes lautet, den Kindern von Auszug und Befreiung zu erzählen, um auch ihnen diese Identifikation mit der Geschichte Israels zu ermöglichen.
So beginnt das einwöchige Pessachfest mit dem Sederabend: Familie und Freunde oder auch die Gemeindemitglieder versammeln sich zu einem Festmahl, das einer bestimmten Ordnung („Seder“) folgt. Im Zentrum steht das gemeinsame Lesen der Haggadah, der mit Kommentaren, Psalmen und Liedern angereicherten Erzählung vom Auszug aus Ägypten. Dazu werden symbolische Speisen verzehrt, die die Bitternis der Sklaverei verdeutlichen sollen. Dieses Ritual richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen, denn jede/r ist aufgefordert, sich als Teil dieser Geschichte zu erleben und sie sich zueigen zu machen.  – Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg